Disputation

18. Oktober, 2011

Am 14. Oktober habe ich meine Doktorarbeit verteidigt. Die Verteidigung (Disputation) besteht aus einem 45-minütigen Vortrag und einer 30-minütigen, öffentlichen Prüfung. Hier sind zwei Fotos vom Vortrag:

Disputation 1

Disputation 2

Nach der Prüfung (war zum Glück nicht schlimm) hat Martin eine kleine Rede gehalten und es gab Sekt und ein bisschen was zu Essen. Meine Kollegen haben mir einen selbstgemachten Doktorhut übergeben.

Danke noch mal an alle die da waren. Es war ein sehr schöner Abschluss für die tolle Zeit an der LMU.

Disputation 3

Disputation 4

Disputation 5

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Denn sie wissen nicht was sie tun

28. September, 2011

Wenn man, wie ich, die täglichen Nachrichten ausschließlich auf den einschlägigen Internetseiten liest dann ist man viel Kummer gewohnt. Wenn ich jedes Mal über den Unfug den ich lese bloggen würde, dann müsste ich das wohl hauptberuflich machen. Außerdem gibt es ja schon BildBlog (sehr empfehlenswert).

Da ich aber ein Freund und Wähler der Piratenpartei bin, habe ich mich entschlossen eine Ausnahme zu machen wenn es um die Piraten geht.

Heute schreibt Spieg(el On)line das Folgende.

Für die Deutschen erfüllen die Piraten vor allem die Rolle einer Protestpartei. Nur sechs Prozent sagen, sie würden die Partei wegen ihrer politischen Ziele wählen. Das ist das Ergebnis einer zweiten Forsa-Umfrage für den „Stern“.

Schon erschreckend, dass über 90 Prozent der Piratenwähler nicht wissen was sie tun. Allerdings liest sich die Stelle beim Stern etwas anders:

Nach einer weiteren stern-Umfrage erfüllen die Piraten für die Deutschen die Rolle einer Protestpartei. Nur 6 Prozent sagen, sie würden wegen ihrer politischen Ziele gewählt.

84 Prozent der Befragten sehen in den Piraten-Anhängern Wähler, die zu den anderen Parteien kein Vertrauen mehr haben.

Also sagen 84 Prozent der Befragten, dass sie glauben die Piratenwähler sind Protestwähler. Die 6 Prozent, die das anders sehen, sind also wahrscheinlich genau die Piratenwähler und die Umfrage ist nicht sonderlich überraschend.

Immer wieder interessant was einem beim Spieg-line für üble Lügen bedauerliche Irrtümer unterkommen.


Segeln auf der Ostsee

29. August, 2011

Tanker

Ich habe mal wieder segeln auf der Ostsee geübt.

Vor etwa zehn Tagen sind wir bei leichtem Regen in Schleswig aufgebrochen. Bei guten Wind erreichen wir nach fünf Stunden Kappeln, wo gerade das jährliche Hafenfest wütet.

Am nächsten Morgen sorgt das gute Wetter und der kräftige Südwestwind für reichlich Verkehr bei Schleimünde:

Schleimünde

Ohne Motor und bei ordentlicher Dünung (ich muss an Deck bleiben damit ich nicht seekrank werde) erreichen wir am Abend die alte Hafenstadt Marstal, unser erstes Ziel in Dänemark.

Am dritten Tag geht es bei ungünstigem Ostwind und sonnigem Wetter weiter nach Bagenkop.

In der Nacht ist Sturm. Am späten Vormittag lässt der Wind nach und wir entschließen uns trotz heftiger Dünung zurück nach Deutschland zu segeln, da der Wind idealerweise aus Nordost weht. Gegen Abend schläft der Wind ein und wir kommen unter Motor gegen 19 Uhr in Heiligenhafen an. Um noch etwas von der Stadt zu sehen, verbringen wir den fünften Tag unseres Törns in Heiligenhafen. Direkt neben dem Yachthafen gibt es einen langen Sandstrand und ein Vogelschutzgebiet. Auf der Landzunge zwischen Strand und Hafen stehen schöne kleine Häuschen:

Heiligenhafen 1

Heiligenhafen 2

Als Sahnehäubchen verläuft auch noch der FKK-Strand direkt vor den Häuschen.

Bei wenig Wind (aber ohne Regen) fahren wir an Tag sechs weiter Richtung Kieler Bucht. Wir müssen ein Schießgebiet der Marine umfahren und bekommen dabei teilweise Geleit vom „Sicherungsboot“ Schleswig-Holstein. Ich kann zum ersten Mal meine Funkausbildung von der Bundeswehr gebrauchen und mich ordnungsgemäß bei den sächsischen Soldaten der Schleswig-Holstein nach dem richtigen Kurs erkundigen (Bojen Hotel-9 und Hotel-3 ansteuern).

Das Highlight des Tages ist ein Schweinswal der in der Kieler Bucht in circa fünf Metern Abstand am Boot vorbeischwimmt. Die sieht man wohl nicht so oft. Am Abend erreichen wir unseren nächsten Hafen in Strande.

Am siebten Tag ist Regen vorhergesagt (tritt aber nicht ein) und wir verbringen den Tag in Kiel. (40 Minuten Busfahrt, 2,20 Euro. Ich denke an den MVV.) Die Stimmung in Kiel ist angenehm locker. Wir fragen einen älteren Herrn wem die riesige Motoryacht (Typ Abramovich) im Hafen gehört. Er erklärt in dem er in verschiedene Richtungen zeigt: „Mir! Das ist mein Boot, das ist mein Haus und da hinten schaffen meine Nutten das Geld ran.“ Der nächste den wir fragen behauptet, dass Boot gehöre seinem Vater.

Tag acht: der Wind steht gut und wir fahren unter Segeln und ohne Regen weiter nach Eckernförde. Auf dem Weg kommt uns ein schöner Oldtimer entgegen in dem die Crew in der Takelage arbeitet:

Oldtimer

Am Abend besuchen wir meine Schwester in Grömitz und feiern ihren bestandenen Segel- und Motorbotschein. Es gibt eine riesige Party mit Feuerwerk („Ostsee in Flammen“) und Gewitter.

Tag Neun: Das Wetter hat sich wieder beruhigt und wir können weiter nach Kappeln segeln. Das Hafenfest in Kappeln ist vorbei aber im Hafen wütet schon wieder eine Art Discoabend. An Schlafen ist bis um zwei nicht zu denken.

Am letzten Tag ist das Wetter wie am Anfang unserer Tour: regnerisch. Wir sind froh als wir am frühen Nachmittag im Hafen von Schlesig einlaufen.

Abend in Heiligenhafen


Bye Bye, Cambridge

29. April, 2011

Zum Abschied aus Cambridge gibt es hier noch einige Bilder von Cobbers, dem Haus in dem ich gewohnt habe.

Cobbers

Das Beste an dem Haus ist der große Garten.

Garten

Dort kann man jede Menge Tiere beobachten; hauptsächlich Vögel und Hasen. Aber auch ….

Rehe

Reh

Eichhörnchen

Eichhörnchen

und Fasane

Fasan


London

26. April, 2011

Am Karfreitag habe ich Saskia und Mattes (meinen Anwalt) in London getroffen.

Osford Circus

Die Stadt ist schon für die große königliche Hochzeit am Freitag geschmückt. (Am Hochzeitstag werde ich übrigens wieder nach München fliegen.)

London war anders als ich es mir vorgestellt habe. Ich fand es sehr bunt und alternativ. Vor allem Soho und Camden sind sehr cool.

Ich war auch überrascht wie kurz die Wege im Stadtzentrum sind. Man kann sich die berühmtesten Sehenswürdigkeiten zu Fuß ansehen. Die U-Bahn ist aber auch super. Es dauert nicht so lange wie in Berlin und ist sehr viel komfortabler als in München weil ständig U-Bahnen kommen und nicht nur alle 10 Minuten.

Tower Bridge


Cambridge 1.0

4. April, 2011

Hier aus Cambridge gibt es nicht viel zu berichten. Tagsüber arbeite ich bei Microsoft und abends und am Wochenende schreibe ich an meiner Diss. Ab und zu bin ich aber auch mal in der Stadt (hauptsächlich zum Einkaufen aber schon auch manchmal im Pub). Die alten Häuser und Colleges sind ziemlich schön.

Downtown

Das Wetter ist überraschender Weise sehr angenehm. Zwar selten sonnig aber dafür auch selten Regen; ein guter Kompromiss. Am Samstag habe ich einen kleinen Ausflug nach Madingley gemacht.

Madingley

Dort gibt es den einzigen amerikanischen Soldatenfriedhof in Großbritannien.

Cemetery


Formal Hall

4. März, 2011

Am Freitag war ich im Downing College zu einer Foraml Hall eingeladen.

Foraml Hall

Das ist ein Abendessen bei dem die Mitglieder des Colleges ihren Talar tragen müssen. Die Gäste des College sollten einen dunklen Anzug tragen. Zum Essen dürfen zwei Personen je eine Flasche Wein mitbringen. Im Downing College gibt es das drei Mal pro Woche.

Nach dem Essen verteilt man sich dann je nach Stand in den Junior Common Room, für Studenten ohne Abschluss, den Middle Common Room, für Studenten mit Abschluss, und den Senior Common Room für die Lehrenden. Dort wird üblicherweise weiter getrunken und Getränke sind sehr preiswert. Ich war im Middle Common Room (wegen des Status meiner Gastgeberin) und es gab kostenlosen Portwein.

Foraml Hall

Also bis auf den Alkohol alles wie bei Harry Potter.