Schafe mit LEDs

26. März, 2009
Advertisements

Steuerhinterziehung und Zumwinkel

24. März, 2009

Wenn jemand gegen das Gesetz verstößt, dann ist es populär, nach harten Strafen zu rufen. Doch im allgemeinen sind harte Strafen eher kontraproduktiv, was man gut in den USA beobachten kann. Zum einen ist es sehr teuer, die Leute so lange einzusperren, zum anderen haben harte Strafen auch meistens keine abschreckende Wirkung, da viele Verbrechen aus völlig irrationalen Gründen begangen werden. Als ob ein durchschnittlicher Mörder vor der Tat in der Regel eine fundierte Risikoanalyse durchführen würde und das Risiko mit höheren Strafen so hoch wird, dass es sich nicht mehr lohnt.

Anders als bei gewöhnlichen Straftaten ist es aber bei Steuerhinterziehung. Ich bin mir recht sicher, dass viele Täter hier das Risiko ganz genau kennen und sehr rational handeln. Die Rechnung die sie aufmachen geht wie folgt: Sei epsilon die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden (epsilon ist realistischerweise sehr klein). Dann bestimmt man den erwarteten Gewinn E = (1 – epsilon) * Steuerersparnis – epsilon * (erwartete Strafe). Selbst wenn man epsilon unrealistisch groß wählt, sagen wir 1/2, dann ist E immer noch größer als Null, da die Strafe die in der Regel gezahlt wird in etwa der Steuerschuld entspricht.

So ganz geht die Rechnung natürlich nicht, auf weil man noch das Risiko einer Haftstrafe und die gesellschaftliche Ächtung mit einrechnen muss. In gewissen Kreisen scheint aber eine solche Ächtung nicht stattzufinden und ich denke auch, dass jeder, der Mal weniger als die Hälfte von seinem Monatsgehalt behalten durfte, etwas Verständnis für die Steuerhinterzieher aufbringen kann. Zum anderen war das Risiko eingesperrt zu werden bis vor kurzem sehr gering. Das lag aber nicht an den Gesetzen sondern an den Richtern in Deutschland.

Bei allem Verständnis für die Steuerhinterzieher und trotz der Ungerechtigkeit, dass nur wenige erwischt werden: es sollte doch wenigstens so sein, dass es sich für einen rational handelnden Menschen nicht lohnt Steuern zu hinterziehen. Das dachte sich wahrscheinlich auch der BGH als er Ende letzten Jahres entschieden hat, dass Steuerhinterziehung ab einer Millionen Euro mit mehr als zwei Jahren Gefängnis (also keine Bewährung) bestraft werden muss. Das heißt aber natürlich nicht, dass man bei weniger als einer Millionen Euro nur Bewährungsstrafen aussprechen darf.

Um jetzt weiterhin die Arbeit zu verweigern, müssen unsere Richter, wie im Fall Zumwinkel, zu Verfahrensfehlern greifen, um die Steuerschulden unter eine Millionen Euro zu drücken und so die Steuerhinterziehung weiterhin lohnenswert zu machen. Was treibt diese Menschen an? Warum tun sie das? Für den Zumwinkel hätte es mir auch Leid getan, aber man muss doch irgendwie rational handeln und der hat dann halt Pech gehabt, weil er erwischt wurde.

Am Ende kann man sich mal wieder nur mit Humor helfen:


Natalie Portman

2. März, 2009

Als Prinzessin Amidala hat Natalie Portman die Herzen der Kinder erobert. Mit diesem Song hat sie sich jetzt auch in mein Herz gesungen.

Wie cool ist die denn bitte? Hier gibts noch mehr von The Lonely Island.

(Danke an FeFi!)