Maskierter Retter gründet Batbank

31. Januar, 2009

Batbank

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BKA kippt um!

29. Januar, 2009

Wenn es in einem See zu viele Pflanzen gibt, so kann es zu einer Veringerung des Sauerstoffgehalts im See kommen bis ein Leben für Fische nicht mehr möglich ist (Eutrophierung bei Wikipedia). Man sagt, der See kippt um.

Mir ist aufgefallen, dass auch Behörden umkippen können. Es kommt nämlich vor, dass trotz allergrößter Vorsicht, Mitarbeiter eingestellt werden, die sich als vollkommen ungeeignet erweisen, und, noch schlimmer, die Arbeit der Behörde sogar behindern. Da eine Entlassung oder Versetzung eines solchen Mitarbeiters mit gewaltigen Unannehmlichkeiten für die Kollegen verbunden ist, weiß man sich oft keinen anderen Rat als ihn nach oben „wegzuloben“, also zu befördern. Man schafft dann zum Beispiel eine neue Abteilung, die der Weggelobte leiten darf. Dieses Vorgehen kann aber bei einigen Angestellten zu so großen Unmut führen, dass sie ihre Arbeit ebenfalls nicht mehr erledigen oder sogar neue Arbeit verursachen. Zudem bekommen die „hochgelobten“ Mitarbeiter eventuell irgendwann Personalverantwortung was den Prozess der Verdummung der Behörde weiter beschleunigt. Irgendwann ist ein sinnvolles Arbeiten in der Behörde nicht mehr möglich. Sie kippt um und hat keinen Nutzen mehr für die Gesellschaft.

Es gibt einige Indizien, die darauf hinweisen, dass das BKA umgekippt ist und die ich am Fall der „Militanten Gruppe“ darstellen möchte.

Die Militante Gruppe (MG) ist eine linksextremistische Organisation, die seit 2001 mehrere Anschläge in Deutschland verübt hat. Die Mitarbeiter des BKA haben daher eine Möglichkeit gesucht, die Mitglieder der MG zu finden ohne das Büro zu verlassen.

2004 hatten sie die Idee alle IP-Adressen zu registrieren die sich auf den Internetseiten des BKA über die MG informieren. Diese haben sie dann zurückverfolgt (was wahrscheinlich nicht ganz legal war) um all diese Mitglieder der MG zu identifizieren. („So Herr Oberverwaltungsrat, jetzt heißt es einfach abwarten, die kommen schon von ganz alleine zu uns und tappen in unsere teuflische Falle.“)

Um den Anfangsverdacht gegen die Besucher der BKA-Seite zu bestätigen, griff das BKA danach zu noch ausgefeilteren, selbst entwickelten Ermitlungsmethoden: Sie haben mit Google nach verdächtigen Begriffen aus den Bekennerschreiben der MG gesucht. Dumm nur für den Berliner Soziologen Dr. Andrej Holm, dass er über die Begriffe „Gentrification“ und „Prekarisierung“ (sehr Verdächtig!) forscht. Wer so was macht, den kann man auch mal ein Jahr lang observieren, Video-überwachen und abhören. (In der Zeit ist ein schöner Artikel darüber.) Dabei kam heraus das er sich einmal mit einem anderen Tatverdächtigen getroffen hat und an einem Tag, an dem ein Anschlag verübt wurde, das Haus verlassen haben könnte. Letzteres konnte aber nicht aufgezeichnet werden, weil „zu viele Blätter an den Bäumen waren“. Zudem hatte er angeblich Kontakte zur „linksextremen Szene“, was auch immer das bedeutet. Der Mann ist immerhin Stadtsoziologe und könnte daher theoretisch ein berufliches Interesse an solchen Kontakten haben. („Herr Staatsanwalt, Holm behindert unsere professionellen Ermittlungen durch mangelhafte Gartenpflege und scheint politisch nicht ganz standfest zu sein.“) Dr. Holm wurde dann erstmal verhaftet.

Immerhin hat der Bundesgerichtshof nach drei Wochen und einem offenen Brief von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt entschieden, dass Andrej Holm aus der Untersuchungshaft entlassen werden muss. Interessant ist noch, dass zu allem Überfluss, die Generalbundesanwaltschaft eine Beschwerde gegen die Aufhebung des Haftbefehls eingelegt hat, die zum Glück abgelehnt wurde.

Im Zuge des Ermittlungsverfahrens wurden auch verschlüsselte Dateien auf dem Rechner von Herrn Holm gefunden. Diese müssen natürlich entschlüsselt werden und das BKA hat dafür seine Experten. Die wissen genau wo sie nachfragen müssen: beim Verfassungsschutz. Von dem bekommen sie den Tipp einen Kölner Professor für Wirtschaftsinformatik zu fragen, der immerhin BWL studiert hat, also quasi Kryptographie. („Die Dienstvorschrift BKA-723a besagt, dass wir Google nur für das Auffinden von Verdächtigen verwenden dürfen und nicht zum Auffinden von Experten.“) Der BWLer, Forschungsschwerpunkt ist unter anderem E-Commerce, sagt ungefähr: „Keine Ahnung aber ich gucks mir mal an und das wird teuer.“ Das BKA findet es auch ziemlich teuer, aber nach einigem Hin und Her wird der Professor aus Köln dann doch beauftragt die Sache mit dem leistungsstarken Kölner Großrechner (Lukas Podolski?) anzugehen. Hier ist die Geschichte bei Heise. Es ist scheinbar noch offen, ob die Kölner Experten erfolgreich waren.

So weit so traurig. Ich habe nur Angst wenn das BKA wirklich mal dringend Terroristen finden muss …


Willard Wigan

9. Januar, 2009

Würdest Du 100000 Euro für eine Nadel bezahlen?

Kommt drauf an was in der Nadel drin ist. Und ich meine nicht das Material aus dem die Nadel ist sondern das was im Nadelöhr ist:

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Willard Wigan baut sehr kleine Skulpturen aus Staubpartikeln und Zuchtkristallen. Dafür benutzt ein Mikroskop und selbst gemachte Werkzeuge wie Haare von Fliegen. Für eine Skulptur braucht er mehrere Monate und viel Geduld. Er arbeitet Nachts weil er da mehr Ruhe hat und es weniger statische Elektrizität gibt.

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Wigan kann weder lesen noch schreiben, da er als Kind an Dyslexie litt. Er sagt, dass er mit seiner Kunst zeigen will, wie viel aus nichts werden kann.

Auf Youtube gibt es einen Film von ABC und hier sind noch mehr Bilder.

Wigan3


Legen Sie’s unter die Fußmatte

7. Januar, 2009

Legen Sie’s unter die Fußmatte. Es wird schon niemand sehen.

Paket

Dieses Paket lag heute vor meiner Türe. Man kann nicht behaupten es würde nicht unter die Matte passen.