Risserkogel und Plankenstein

29. August, 2008

Vor ein paar Wochen war ich auf dem Risserkogel am Tegernsee. Direkt neben dem Risserkogel ist der Plankenstein, der sich gut zum Klettern eignet. Auf dem Foto sieht man den Risserkogel im Hintergrund und links daneben den Plankenstein:

Risserkogel und Plankenstein

Es gibt mehrere Möglichkeiten den Gipfel zu erreichen. Der vielleicht schönste Weg führt vom Wallberg aus über den Grad den man rechts auf dem Bild sieht. Am besten startet man auf einem Waldparkplatz, den man erreicht wenn man mit dem Auto der Mautstraße an der Talstation der Wallbergbahn folgt. Alternativ kann man aber auch an der Bergstation der Wallbergbahn starten. Dort gibt es auch eine Hütte.

Auf dem Weg zum Risserkogel sollte man auf jeden Fall auch auf den Setzberg steigen (man kann aber auch außer herum gehen). Von dort hat man einen tollen Blick auf den Tegernsee:

Tegernsee vom Setzberg

Vom Risserkogel sieht man den Tegernsee, den Plankenstein und die bayerischen und österreichischen Alpen.

Auf dem Foto ist im Hintergrund nochmal der Plankenstein:

Plankenstein und Jan

Hier ist die Aussicht in Richtung Österreich: im Vordergrund der österreichische (links) und bayerische (rechts) Schinder, links im Hintergrund wahrscheinlich der Großglockner und was rechts hinten ist weiß ich nicht.

Fernsicht

Für den Abstieg haben wir einen Weg über die Röthensteinalm zurück zum Wallberg genommen. Den würde ich aber nicht empfehlen weil er zu großen Teilen asphaltiert ist und sehr weit ins Tal führt, so dass er sehr anstrengend ist. Stattdessen sollte man lieber wieder auf dem Grad zurücklaufen oder zur Monialm auf der anderen Seite des Risserkogels gehen falls man mit dem Bus gekommen ist.

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Flitzer im Audimax der LMU

28. August, 2008

Paddeln an der Müritz

27. August, 2008

Letztes Wochenende war ich mit Schulfreunden zum Paddeln an der Müritz.

Paddeln auf dem See

Ursprünglich sollte die Tour drei Tage lang gehen. Gestartet sind wir am Freitag morgen in Kleinzerlang. Dann sind wir über Priepert in den Wangnitzsee und von da aus nach Wustrow.

Paddeln im Bach

Nachdem es die Nacht von Freitag auf Samstag durchgeregnet hatte, viele Zelte undicht waren und keine Wetterbesserung in Sicht war, war die Moral der Manschaften nach dem ersten Tag allerdings nicht mehr die Beste. Wir haben uns dann vorgenommen schneller zu paddeln und die Tour in zwei Tagen zu machen. Als dann aber auf dem Plätinsee starker Gegenwind unseren Flottenverband sprengte und eine vermutete Abkürzung zurück nach Kleinzerlang nicht vorhanden war, weigerten sich einige Besatzungsmitglieder weiterzupaddeln und wir mussten unsere Boote zurück zum Ausgangsort fahren lassen. Diese peinliche Schmach wurde dadurch verschlimmert, dass die Einheimischen sich über uns lustig machten.

Martin auf Wiese

Trotz dieses traumatischen Erlebnisses war das Paddeln aber insgesamt sehr lustig.

Sam und Momo


Ara Abrahamian und die Berichterstattung von den Olympischen Spielen

26. August, 2008

Der Ringer Ara Abrahamian aus Schweden hat bei den Olympischen Spielen in Peking während der Siegerehrung seine Bronzemedaille in den Ring gelegt und die Zeremonie verlassen (Spiegel Online, ARD).

In der DPA-Meldung die pflichtgemäß vom Olympiateam der ARD in Peking empfangen und verlesen wurde und auch auf Spiegel Online gebracht wurde, ist von einer umstritten Entscheidung der Kampfrichter im Halbfinale als Grund für den sogenannten Eklat die Rede. Hmmm, was war das denn für eine Entscheidung? Weder den Kampf noch weitere Informationen sind im Onlineangebot unserer öffentlichen Sender zu finden. Stattdessen ist die einhellige Meinung, Abrahamian wäre ein schlechter Verlierer, sei unsportlich und hätte die olympische Idee nicht verstanden.

Ich hatte bei der Sache irgendwie ein komisches Gefühl und hab mich mal bei einem lokalen Ringerverein über den Vorfall informiert. Dort hat man mir einen Link zu einem Video geschickt, das den Kampf zeigt, aber mittlerweile leider gelöscht wurde. Was da zu sehen ist, ist wirklich sehr merkwürdig: Abrahamian hatte die erste Runde verloren und die zweite Runde gewonnen. Daraufhin wurden die Ringer vom Ringrichter in ihre Ecken geschickt. Abrahamians Gegner Andrea Minguzzi, der später auch Gold gewann, blieb aber im Gegensatz zu Abrahamian einfach in der Ringmitte stehen und starrte die Kampfrichter außerhalb des Rings an. Dann wurden Zeitlupen von Szenen aus der zweiten Runde gezeigt. Plötzlich wurden die Zeitlupen abgebrochen und Minguzzi zum Sieger erklärt. Warum das so war, konnte man bei meinem Ringerverein nicht wirklich nachvollziehen. Man hat aber spekuliert, dass es zu mehreren seltsamen Fehlentscheidung gekommen ist. Die offizielle Version hat aber mit den Vermutungen der Experten wenig zu tun und ist noch abstruser. Sie wurde inzwischen auch offiziell vom CAS für falsch erklärt. Besonders komisch ist auch, dass nach dem Protest der Schweden nicht wie gefordert ein Videobeweis herangezogen wurde, der in den Regeln vorgesehen ist.

Ich möchte hier keine falschen Anschuldigungen erheben aber ich muss schon sagen, dass ich bisher wenig gesehen habe, das mehr nach Bestechung aussah. Ich kann also wirklich verstehen, dass Ara Abrahamian ziemlich enttäuscht war und die Presse irgendwie auf diesen Vorfall aufmerksam machen wollte. Ein Mitarbeiter unserer öffentlichen Sender hätte wenigstens mal bei den Offiziellen nachfragen können, was sie sich dabei gedacht haben. Die Geschichte nicht weiter zu verfolgen ist eine Sache. Das sehr auffällige Verhalten der Kampfrichter einfach zu verschweigen und Abrahamian als schlechten Verlierer hinzustellen finde ich aber schon ziemlich gemein und traurig.

Das Beispiel zeigt, dass die Berichterstattung des chinesischen Staatsfernsehens wahrscheinlich kritischer und objektiver ist als die der deutschen Medien und insbesondere von ARD und ZDF. Das fände ich nicht weiter schlimm wenn ich nicht aus irgendwelchen Gründen gezwungen würde für ARD und ZDF zu zahlen. Warum brauchen die beiden Sender insgesamt 500 Mitarbeiter? (Es gibt übrigens nur 436 deutsche Sportler.) France Télévision kommt mit 160 Mitarbeitern aus. Warum müssen ARD und ZDF immer abwechselnd mit eigenen Reportern berichten? Es wäre doch viel besser ein gemeinsames Team zusammenzustellen und eine gemeinsame Olympia-Übertragung abwechselnd auf ARD und ZDF zu senden. Warum interessiert niemanden, was das alles kostet? Warum wird den Offiziellen keine kritische Frage gestellt und immer nur IOC-konform berichtet? Ich möchte diesen Quatsch einfach nicht mehr bezahlen.


Handy bitte hier ausschalten

20. August, 2008

Auf der Tegernseer Hütte soll man sein Handy ausschalten:

Handy ausschalten


Fail Blog

13. August, 2008

Auf dem Fail Blog gibt es Fotos und Videos von Dingen die irgendwie falsch gelaufen sind. Hier sind ein paar meiner Favoriten.

fail owned pwned pictures
see more pwn and owned pictures

fail owned pwnd pictures
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Internet macht Spiegel-Redakteure doof

12. August, 2008

„Macht das Internet doof?“ fragt sich die Spiegel-Redaktion indem sie den Aufmacher des amerikanischen Magazins Atlantic ins Deutsche übersetzt und als Leitartikel bringt.

Die Frage muss man wahrscheinlich teilweise mit ja beantworten, da die Redaktion des Spiegel sich früher (vor dem Internet) manche Artikel noch selber ausgedacht hat, also noch nicht ganz doof war.

Tatsächlich haben unabhängige Studien gezeigt, dass die durchschnittliche Intelligenz eines Spiegel-Redakteurs antiproportional zur Größe des Internets ist. Während der Spiegel in den 80ern noch jede Menge Politik- und Wirtschaftsaffären aufdeckte und tolle Artikel brachte, nimmt die Qualität im Spiegel seit Anfang der 90er im gleichen Maß ab wie das Internet wächst.

Aber was ich hier schreibe ist sowieso noch viel unbedeutender als ich selber dachte. Denn beim Spiegel weiß man:

Deutsche Online-Schreiber haben ein Problem entdeckt: sich selbst. Im Vergleich zu ihren US-Kollegen fehlt es ihnen an Macht und Bedeutung, um die öffentliche Debatte mitzubestimmen. Die meisten sind unpolitisch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.

Stimmt, auch für mich ist das ein großes Problem. Mir fehlt die Macht. Wie soll man auch gegen so tolle Leitmedien wie den Spiegel, der die öffentlich Meinung in Deutschland immer stärker beherrscht, ankommen. Es ist ja auch nicht so, dass sich Trends aus den USA ein paar Jahre später auch in Deutschland wieder finden. Sprich: Blogs werden hier immer unbedeutend bleiben.

Ach ja: Die Chefredakteurin des Tagesspiegel aus dem Bloggerartikel des Spiegel heißt anscheinend tatsächlich Mercedes Bunz. Wenn das mal kein cooler Name ist!