Der Schinder

30. Juli, 2008

Am Sonntag waren wir auf dem Schinder in den Tegenseer Bergen. Es war eine der schönsten Touren die ich bis jetzt gemacht habe und es war auch angenehm wenig los obwohl es ein sehr schöner Tag war.

Start in Valepp

Den Aufstieg haben wir in Valepp bei Tegernsee begonnen. Da hin kommt man wohl am besten mit dem Auto aber es gibt auch einen Bus der wahrscheinlich in Tegernsee losfährt (wir haben nur die Haltestelle gesehen). Mit dem Auto ist die Strecke von Enterrottach nach Valepp mautpflichtig und kostet 4,50 Euro.

Ohne Kletterstellen kann man den Hauptgipfel, den österreichischen Schinder, über die Trausnitzalm erreichen. Diesen Weg haben wir für den Abstieg gewählt. Er ist abwechslungsreich, gut ausgebaut und führt über mehrere Bergbäche. Für den Aufstieg haben wir den anspruchsvolleren Weg über das Schinderkar genommen. Hier geht es über eine sehr steile Geröllpassage, für die Stöcke vorteilhaft sind, zu einer kurzen Kletterstelle im Schindertor, die mit Drahtseilen gesichert ist (Vorsicht, am Anfang der Kletterstelle fehlt eine Tritthilfe).

Steiler Aufstieg

Wenn man diesen Weg für zum Abstieg nimmt, sollte man Schwindelfrei sein. Auf jeden Fall ist er aber wegen der beeindruckenden Sicht auf den bayerischen Schinder sehr zu empfehlen.

Bayerischer Schinder

Nach der Kletterstelle geht es dann nach rechts ohne weiteres Klettern auf den Gipfel des bayerischen Schinders. Für den Aufstieg haben wir insgesamt gute zweieinhalb Stunden gebraucht.

Vom bayerischen Schinder geht es dann am Schindertor vorbei zum österreichischen Schinder. Hier ist nochmal ein kurzes gesichertes Kletterstück zu überwinden. Der Abstieg über die Trausnitzalm zurück nach Valepp hat ungefähr zweieinhalb Stunden gedauert.

Gipfel des österreichischen Schinders

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Obama und die Öffentlich-Rechtlichen

25. Juli, 2008

Mein Kollege Robert ärgert sich in seinem Blog darüber, dass Barack Obamas Rede live auf drei öffentlich-rechtlichen Sendern kam. Natürlich mit drei verschiedenen Übersetzern und nie im Original, denn wir sprechen in Deutschland ja zum Glück immer noch ausschließlich deutsch.

Ich finde diese Vielfalt in den Öffentlichen sehr gut und zahle gerne dafür. 7.3 Milliarden haben die öffentlichen Sender in Deutschland 2006 alleine an Gebühren bekommen. Hinzu kommen noch Werbeeinnahmen. Die müssen ja auch irgendwie ausgegeben werden und die EM ist ja nur einmal im Jahr.

Gerade heute, da es immer schwieriger wird im Internet unabhängige Meinungen und Berichte zu finden sollte man das Angebot der Öffentlich-Rechtlichen ausbauen. Ich suche schon lange nach einer tollen Seite auf der ich nicht nur die DPA-Meldungen sondern auch die von Reuters lesen kann. Nicht umsonst ist es eins der beliebtesten Hobbys von gelangweilten Rentnern, für unsere ARD Agenturmeldungen auszuschneiden. (Da soll noch einer sagen die Alten werden nicht mehr gebraucht!)

Das Internet wird sowieso überschätzt und ich hoffe darauf, dass die ARD in Zusammenarbeit mit Microsoft einen eigenen Onlinedienst gründet. ARD-Network@MSN oder so.

Update: Angeblich konnte man bei ZDF doch die Übersetzung abschalten.


Schmiergeldaffäre bei Siemens

24. Juli, 2008

Martin Walser hat in „Capital“ ein Interview gegeben indem er sich über den Schmiergeldskandal bei Siemens äußert. Seine Meinung zu dem Thema hat mir sehr gut gefallen und ich finde die Berichterstattung zu diesem „Skandal“, sagen wir mal, etwas einseitig. Ist es wirklich so schlimm, wenn Siemens im Ausland Bestechungsgelder zahlt um Aufträge zu bekommen?

Es ist zumindest offensichtlich, dass es in vielen Ländern nicht möglich ist Aufträge ohne Schmiergelder zu erhalten. Man kann natürlich sagen, gut, dann sind wir in diesen Ländern nicht mehr aktiv und man kann das auch durch ein Gesetz erzwingen. Schön. Es ist dann aber auch klar, das Manager dadurch sehr unter Druck gesetzt werden wenn ein Unternehmen schon länger in einem solchen Land tätig ist und ein ausbleiben von Aufträgen einen Karriereknick für den Manager und den Verlust von Stellen in Deutschland bedeuten würde.

Verstärkt wird das Problem dadurch, dass bis 1998 oder 1999 (finde da keine vernünftigen Quellen), also Jahrzehnte lang, nicht nur vollkommen legal war im Ausland zu bestechen, sondern man die Bestechungszahlungen auch noch von der Steuer absetzen konnte. Bestechung wurde also vom Staat nicht nur toleriert sondern auch noch gefördert. Ich kann mir daher gut vorstellen, dass Bestechung seit 150 Jahren zu Firmenkultur von Siemens gehört. Ist es dann so verwunderlich, dass das nicht sofort aufhört wenn Schmiergelder von einem Tag auf den anderen verboten werden?

Mich würde auch mal interessieren wie man in anderen Ländern mit dem Thema umgeht. In den USA scheint es auch verboten zu sein. Aber ob es auch wirklich verfolgt wird weiß ich nicht. Leider hab ich dazu im Internet nichts gefunden (dank differenzierter Berichterstattung).

Ich finde es weder besonders toll durch Schmiergeldzahlungen im Ausland die Korruption in diesen Ländern zu unterstützen noch finde ich es gut wenn Unternehmen sich nicht an Gesetze halten. Aber zum einen kann man bei dem Thema Schmiergelder unterschiedlicher Meinung sein und zum anderen kann ich mich durchaus in die Situation der Manager hinein versetzen. Aber weil sie mehr verdienen als andere sind sie ja sowieso alle geldgeile Schweine.


In your face

23. Juli, 2008

Barack Obama ist auf Wahlkampftour in Kuwait und will den Soldaten erklären was er in Zukunft im Irak vor hat. Am besten geht das natürlich mit einem Drei-Punkte-Wurf:

Das findet auch Stevie Wonder.


Endlich wieder was zu tun

22. Juli, 2008

Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt wieder ein bisschen zu bloggen aber ich weiß noch nicht so genau über was ich schreiben soll.

Jedenfalls ist es ziemlich toll WordPress zu benutzen. Es gibt nämlich den Weblogger Mode für Emacs mit dem man super schnell und einfach neue Einträge in Emacs schreiben und veröffentlichen kann.