Windows Vista 7

27. Oktober, 2009

Vor einigen Tagen hat Microsoft Windows 7 vorgestellt (oder wie es manche nennen Windows Vista 7).

Die Presse ist begeistert vom neuen Windows. Ich habe es mir heute mal angesehen.

Was ist bei einem Betriebssystem wichtig? Ich finde unter anderem es sollte einfach sein und ein klares Bedienkozept haben. Ob ein Betriebssystem gut durchdacht ist, erkennt man vorallem an Details. Mein Lieblingsargument „Das kann man auch mit Windows machen!“ finde ich reichlich merkwürdig, da klar ist, dass man auch ohne Betriebssystem alles machen kann. Zum Beispiel kann man sich die gewünschte Funktionalität selber programmiert. Die Frage ist eher wie man etwas machen kann.

Daher gucke ich mir bei Betriebssystemen und Programmen Details an und überlege mir ob sie gut Durchdacht sind. Eine Designentscheidung beim Entwurf eines Betriebssystem ist zum Beispiel die Position von Menüs und Symbolleisten. Bei Windows 7 sieht das so aus:

Windows 7 Toolbars

Auf dem Bild sind fünf Anwendungen die bei Windows 7 mitgeliefert werden. Es gibt folgende Varianten:

- Symbolleiste (ohne Anwendungsname, ohne Menü)

- Anwendungsname, Symbolleiste, Menü

- Anwendungsname, Menü, Symbolleiste

- Anwendungsname, Windows 98 Symbolleiste (ohne Menü)

- Symbolleiste, Anwendungsname, noch eine Symbolleiste (ohne Menü)

Ich frage mich warum Microsoft sich für diese unterschiedlichen Varianten entschieden hat. Es ist natürlich nur ein Detail aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass man bei Microsoft immer noch nicht angefangen hat über Betriebssysteme nachzudenken.


Wiesn 2009

11. Oktober, 2009

Ja, es gibt mich noch. Hier ist ein Beweis.

Wiesn 2009


Dr. Google und Mr. Hyde

2. September, 2009

Vor drei Wochen habe ich Fußball gespielt. Wie nicht anders zu erwarten habe ich mich dabei verletzt. Genauer gesagt habe ich beim Sprinten einen plötzlichen, stechenden Schmerz in der Oberschenkelinnenseite gespürt.

Obwohl ich selten Fußball gespielt aber insgesamt immer relativ viel Sport gemacht habe, habe ich mich eigentlich immer nur beim Fußball verletzt. Entweder liegt das an mir oder Fußball ist ziemlich gefährlich.

Zunächst habe ich gedacht, dass ich eine Zerrung hätte. Nach einigen Tagen hat sich aber ein sehr großer Bluterguss auf meinem Oberschenkel gebildet. Daraufhin habe ich meinen Hausarzt Dr. Google kontaktiert. Für Dr. Google war die Sache ein klarer Fall: Muskelfaserriss. Dr. Google meinte aber auch, dass damit nicht zu Spaßen wäre und ich einen menschlichen Arzt aufsuchen sollte.

Obwohl mir schon dachte, dass das keine gute Idee ist, habe ich das eine Woche nach dem Unfall gemacht. Der Orthopäde bestätigte die Diagnose von Dr. Google aber sagte er wolle davon mal eine Kernspintomographie machen. Das geht natürlich nur beim guten alten Studienfreund des Orthopäden und da kann man dann schon mal 10 Tage auf einen Termin warten.

Bei der Kernspintomographie hatte ich dann schon keinerlei Schmerzen mehr und der Bluterguss war auch schon sehr viel kleiner. Ich hatte mir schon überlegt zu hause zu bleiben, bin aber dann doch hingegangen. Die Kernspintomographie ist recht unangenehm. Die Ärztin meinte es wäre kein Muskelfaserriss. Ich fragte woher denn dann der Bluterguss käme und sie meinte da seien wahrscheinlich Muskelfasern gerissen.

Ich ging wieder zum Orthopäden. Er sah seine Diagnose (Muskelfaserriss) bestätigt und verschrieb mir Physiotherapie. Gestern, drei Wochen nach dem Unfall, war ich bei meiner ersten Therapie. Der Therapeut meinte das wäre schon alles verheilt und die Therapie würde keinen Sinn mehr machen. Außerdem hat er gesagt, dass die Kernspintomographie die Krankenkasse 700 Euro kostet.

Wenn ich nicht weiter zur Therapie gehe, dann muss ich sie zur Strafe selbst bezahlen.

Je älter ich werde desto seltener gehe ich zum Arzt.


Piratenspot

31. Juli, 2009

Die Piratenpartei hat in fast an allen Bundesländern (außer in Sachsen) die nötige Anzahl an Unterschriften gesammelt und steht bei der Bundestagswahl am 27. September zur Wahl.

Unter piratenspot.de kann man den Fernsehwerbespot der Piraten wählen. Wählt mit oder reicht selbst einen Werbespot ein!

Update: Die Frist zum Einreichen von Spots ist leider schon vorbei. Man kann noch bis zum 7. August abstimmen.

Update 2: Das hier ist mein Favorit.


Wieder was gelernt

21. Juli, 2009

Ich habe immer gedacht, dass ich zu unfähig bin um Bananen zu öffnen. Ich fand das ohne Messer total schwierig und hab mich gefragt warum Affen das so gut können. Jetzt weiß ich woran es lag: Affen machen die Bananen auf der richtigen Seite auf. Und zwar auf der mit dem kleinen schwarzen Punkt. Dann geht es ganz leicht. Warum sagt mir das niemand? Habt Ihr das gewusst?


Obama und die Fliege

19. Juni, 2009

(Danke an Felix B.)


The Googling

19. Mai, 2009

Auch gut:

Teil II

Teil IV

(Danke an Felix B.)


Internetzensur [Update]

13. Mai, 2009

Die Bundesregierung hat nach einer Initiative von Ministerin von der Leyen einen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht, der das zensieren von Internetseiten erlaubt. Welche Seiten zensiert werden, wird nicht öffentlich diskutiert sondern eigenmächtig vom BKA (ausgerechnet) entschieden. Die zensierten Seiten werden in einer geheimen Liste gespeichert. Wenn ein Internetnutzer versucht eine dieser Seiten zu besuchen, wird er registriert und auf eine Warnseite umgeleitet.

Als Begründung der Gesetzesänderung wird die Zunahme von kinderpornographischen Inhalten im Internet genannt. Durch die Sperrung soll verhindert werden, dass diese Inhalte frei zugänglich sind.

Was sich auf den ersten Blick vernünftig anhört, ist aber die Abschaffung der Informationsfreiheit und der Möglichkeit der freien Meinungsäußerung im Internet. Deshalb hat Franziska Heine eine Petition beim Bundestag eingereicht, in der die Abgeordneten aufgefordert werden das Zensurgesetz abzulehnen. Innerhalb von wenigen Tagen haben schon über 75000 Bürger die Petition mitgezeichnet und ich würde mich freuen wenn sich die Leser meines Blogs anschließen würden.

Warum ist das Gesetz so schlimm?

Da gibt es so viele Gründe, dass man gar nicht weiß wo man anfangen soll. Ein guter Start ist vielleicht dieser Artikel der c’t. Hier noch einiges was mir gerade einfällt.

Unverhältnismäßig Beim Thema sexueller Missbrauch von Kindern dreht sich jedem der Magen um und man will natürlich alles tun um den betroffen Kindern zu helfen. Man muss aber trotzdem sachlich bleiben und feststellen, dass es prozentual nur sehr wenig Pädophile gibt. Außerdem ist es wahrscheinlich nach momentanem Kenntnisstand auch hauptsächlich ein Problem, dass innerhalb oder im direkten Umfeld einer Familie auftritt.

Man kann sicherlich auch Kinderpornographie im Netz finden aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein signifikantes Problem ist. Es wird zwar vom Familienministerium argumentiert, dass die Anzahl Ermittlungsfälle in dieser Richtung stark angestiegen ist. Jedoch handelt es sich bei diesen Fällen fast ausschließlich um Karteileichen.

Update: Nur nochmal zur Klarstellung weil ich darauf angesprochen wurde: Ich will Kinderpornographie keinesfalls bagatellisieren. Leute die sich sowas ansehen (und natürlich auch Leute, die sowas herrstellen) müssen mit aller Macht verfolgt und bestraft werden. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass nicht jeder dritte Internetnutzer Kinderpornos anschaut sondern es sich dabei vielmehr um eine sehr kleine Minderheit handelt. Ende Update

Auch die Behauptung, es gäbe eine Kinderpronoindustrie die mit solchem Material Millionen umsetzt, wird von Experten stark bezweifelt.

Keinem Kind wird geholfen Opferverbände sind sich sicher, dass durch eine Sperrung der Seiten das Problem nur aus der Öffentlichkeit verschwindet und dadurch noch weniger gegen die Täter unternommen wird. Durch die Instrumentalisierung durch die Politik fühlen sich die Opfer im Gegenteil noch ein zweites Mal missbraucht. Das steht zum Beispiel in diesem Interview in der Zeit.

Keine Kontrolle der Sperrlisten Es findet keine Kontrolle der Sperrlisten statt. Man hat keine Möglichkeit zu prüfen ob die zensierten Seiten wirklich illegal sind oder waren. Ist erstmal eine Seite auf der Sperrliste, so kann sie für immer auf der Liste bleiben. Schreibt zum Beispiel jemand in diesem Blog einen kinderpornographischen Text in den Kommentarbereich, so kann die Seite für immer gesperrt werden, auch wenn ich den Text wenige Stunden später entferne.

Weckt Begehrlichkeiten Wenn erstmal eine Zensurinfrastruktur existiert, wird es schwer sein zu verhindern, dass auch andere (mutmaßlich) illegale Inhalte wie rechtsradikale Seiten oder Urheberechtsverletzungen gesperrt werden. Es wird dann schwer den Überblick zu behalten und prinzipiell ist nach aktueller Rechtsprechung sowieso jede Seite illegal, da man illegale Inhalte über „Linkketten“ erreichen kann. Es gibt schon jede Menge Lobbyarbeit, die darauf Abzielt weitere Inhalte zu sperren. (z.B. hier oder hier (ganz unten))

Unwirksam Laut Experten erfolgt die Verbreitung von Kinderpornographie im Netz durch Foren und Chatprogramme. Da würde eine Sperrung sowieso viel zu spät kommen. Man kann das ganze ja schön mit der nicht-virtuellen Welt vergleichen. Kriminelle telefonieren miteinander und einer sagt: „Ich verstecke das Zeug dann immer in dem Hinterhof von diesem Mehrfamilienhaus und jeder von Euch kann sich was abholen“. Wenn die Polizei das dann mitbekommt, lässt man das Zeug im Hof liegen aber die Tür zum Hof wird abgesperrt. Außerdem wird die Tür videoüberwacht. Die Kriminellen tragen aber sowieso Masken und suchen sich ein neues Versteck. Die Anwohner können ihren Hof nicht mehr nutzen und sind verdächtig weil sie versuchen durch die Tür zu gehen.

Erfahrungen in anderen Ländern Ministerin von der Leyen bringt immer wieder das Beispiel Schweden um den Erfolg von Internetsperren zu belegen. Die Schweden sehen das aber anders (Focus Online).

„Unsere Sperrmaßnahmen tragen leider nicht dazu bei, die Produktion von Webpornografie zu vermindern“, bilanzierte der Chef der Polizeiermittlungsgruppe gegen Kinderpornografie und Kindesmisshandlung in Stockholm, Björn Sellström.

Zudem zeigen die Listen aus anderen Ländern (die regelmäßig bei Wikileaks veröffentlicht werden, weil sie natürlich immer irgendwie rauskommen), dass die Server hauptsächlich in westlichen Ländern stehen. Man hat also sehr wohl Zugriff auf die Betreiber der Server. Warum man nicht rechtlich gegen diese vorgeht ist mir und vielen anderen ein Rätsel.

Wirkungsvollere und verfassungskonforme Mittel Wie sollte man also stattdessen gegen Kinderpornos im Netz vorgehen? Zunächst mal kann es ja sein, dass der Server in Deutschland steht. Wenn die illegalen Inhalte nutzergeneriert sind dann fordert man den Betreiber des Servers auf sie zu entfernen. Wenn er dem nicht umgehend nachkommt, so geht man rechtlich gegen ihn vor. Ist der illegale Inhalt nicht nutzergeneriert so kann man ein Ermittlungsverfahren eröffnen. Das ganze könnte man natürlich auch international so machen wenn die Behörden zusammenarbeiten würden.

Reaktionen der Politik auf die Kritik Die Reaktionen der Politik auf sachliche Kritik wie ich sie oben formuliert habe finde ich schon relativ unverschämt. Frau von der Leyen bezeichnet Leute, die die Sperren umgehen können, pauschal als schwer Pädokriminelle und Minister Guttenberg macht die Kritik schon sehr betroffen.

Update: Unliebsame Satireseiten kann die Regierung jedenfalls schon heute innerhalb von Minuten aus dem Netz bekommen. Das ist aber natürlich auch was ganz anderes.


Schweinejournalismus und Qualitätsgrippe

3. Mai, 2009

In den Medien hat sich in den letzten Tagen eine rätselhafte Grippe ausgebreitet. Fast alle Redaktionen der Welt waren oder sind von dem aggressiven Virus befallen. Experten sind vor allem schockiert von der hohen Mutationsrate des Virus. Allein in Deutschland sind mittlerweile vier verschiedene Varianten gesichtet worden: Schweinegrippe, Mexiko-Grippe, Amerika-Grippe und neue Grippe.

Die Infektion mit dem Virus äußert sich unter anderem durch folgende Symptome: Panik, Todesangst, übersteigertes Mitteilungsbedürfnis und Verlust der Fähigkeit rational zu denken.

Um eine Ansteckung zu vermeiden empfehlen Experten in den nächsten Wochen auf Zeitungen, Zeitschriften und Nachrichtensendungen zu verzichten. Sollten Sie bereits erste Symptome der Grippe verspüren wird die Lektüre eines Blogs Ihres Vertrauens empfohlen.

Passend dazu:


Das Party Eichkatz

18. April, 2009

Bei uns im Garten lebt ein Eichkatz (so nennt man in München Eichhörnchen). Es bedient sich gerne an den Kräutern auf unserem Balkon.

Das Eichkatz

Eichkatz bei Party

Außerdem kommt es auch manchmal in unser Wohnzimmer, lustigerweise meist wenn laute Musik läuft. Es scheint aber Angst vor Fotoapparaten zu haben. Vielleicht soll jemand nicht mitbekommen, dass es ständig auf Partys rumhängt anstatt Futter zu suchen.

Es ist mir jedenfalls jetzt gelungen dieses exklusive Foto zu schießen:

Eichkatz isst